Film der letzten Zuflucht von Thomas Henke - Wir laden ein zur Filmpräsentation mit Gespräch.
Samstag, den 26.10.2019, 14.30 Uhr bis zur Vesper um 18 Uhr
Film der letzten Zuflucht ist als eine Art Reise zu verstehen. Der filmische Weg geht dabei der Frage nach, wie innere Schutzräume erreicht werden können, die letzten Spannungen Raum geben.
Die Reise folgt der Erinnerung eines Vaters, der sein Leben eingesetzt hat, um seinem Adoptivsohn eine Erfahrung von Zuflucht zu geben. Diese Vater-Sohn-Geschichte ist wie ein roter Faden durch die dokumentarisch-poetische Filmerzählung, die in ihrem Verlauf verschiedenste (parallele) Suchbewegungen beschreibt, aber auch Zwischenstationen erreicht: eine Palliativstation, eine Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Begegnung mit einer Frau, deren letzte Zuflucht die Sprache geworden ist.


Begleitet wird diese Reise durch die ehemalige Äbtissin Mutter Luitgardis Hecker, durch die Schriftstellerin Felicitas Hoppe und den Philosophen Thomas Macho. Der Spur ihrer persönlichen Erfahrungen folgend, beschreiben sie zentrale Dimensionen (letzter) Zufluchtsbewegungen.
Vor dem Hintergrund aktueller Auseinandersetzungen mit dem Thema Migration reflektiert Film der letzten Zuflucht nicht nur die Herausforderungen
des „Zufluchtgebens“, sondern zeigt in der Betrachtung vertikaler Migrationsbewegungen, dass die Suche nach Zuflucht eine Bedingung des Menschseins ist.

Thomas Henke ist Regisseur, Medienkünstler (Film der Antworten) und Professor für Neue Medien an der Fachhochschule Bielefeld.