Tagebuch (11)
In seiner Autobiografie beschreibt der kongolesische Arzt und Friedensnobelpreisträger von 2018, Dr. Denis Mukwege,wie er wenige Tage vor einem Kriegsausbruch noch den Grundstein für ein neues Krankenhaus legte. Der erneute Ausbruch von Gewalt in einem von Krisen und Gewalt geplagten Land war abzusehen und Dr. Mukwege hatte schon viele Rückschläge, Zerstörungen seiner Arbeit und auch Bedrohungen erlebt. Und doch setzte er alles daran, dieses Hoffnungszeichen zu setzen. Denn er wusste, dass die Menschen mehr als alles andere die Hoffnung brauchen, dass es wieder besser wird.
Wie wäre es, wenn wir, wenn die von uns, die nicht an der vordersten Front im Kampf gegen den Virus stehen müssen (z.B. weil sie zu der Risikogruppe gehören), jeden Tag ein Hoffnungszeichen setzen? Nicht jeder wird ein Krankenhaus bauen, aber jeder kann ein kleines „Haus der Hoffnung“ bauen, das auch anderen Mut macht. Das kann ein Wort sein, ein Hilfsangebot oder auch nur ein Lächeln.