Tagebuch (13)        
„Der Gott allen Trostes“ (vgl. 2 Kor 1,1-5). Gibt es einen schöneren Gottesnamen? Getröstet zu werden, um auch andere trösten zu können, das ist christliches Leben. Es gibt so viel Not, gerade auch jetzt, diese Erde ist ein Ort, an dem viel Leid herrscht. Wir brauchen Trost, und diesen Trost können wir uns nicht selbst geben, wir stehen oft mit leeren Händen und leeren Herzen da. Herr, tröste uns! Wir bitten nicht um die Beseitigung allen Leids, denn wir verdienen es oftmals, aber wir bitten um deinen Trost.
Gestern hatten wir in unserer Gemeinschaft den jährlichen Wirtschaftsbericht unserer Cellerarin. Das letzte Jahr ist gut verlaufen, wir haben durch eigene Arbeit und Spenden genug gehabt, um alles Nötige finanzieren zu können. Aber natürlich war in der anschließenden Diskussion die Hauptfrage, wie es weitergehen wird, vor allem, ob und wie lange wir unsere Angestellten, die auf das Geld, das sie bei uns verdienen, angewiesen sind, noch ohne Kurzarbeit halten können. Ich hoffe dringend, dass die Krise nicht Monate dauert.