Tagebuch (56)
Schönheit erweckt den Wunsch, sie für immer zu besitzen. Dieser Wunsch ist ein Zeichen dafür, dass die Welt Sakrament und Gabe ist. Aber es läßt sich nichts festhalten. Dazu Ja sagen, dankbar für das Geschenkte, aber frei es loszulassen, wenn der Geber etwas Neues schenken will. Denn: „Ein Glück ist uns verheißen, dass unsere Sehnsucht übersteigt, eine Gabe, die mehr ist als unser Hoffen“ (Gregor von Nyssa).