Um Ansteckung zu vermeiden, findet unsere Gästearbeit zur Zeit meistens in einer Scheune statt. Dazu schrieb eine Teilnehmerin:

Am Tag vor dem Pfingstfest  (Corona-Zeit )   
 
Wo  Heu , Hauderwagen und Traktoren
Allerlei Garten und Feldgerät ,
Wo Vögel ungehindert hinein und hinaus
Hierhin  flüchteten wir  ,
Dem Ackerboden
Mutter  Erde  und dem Himmel nah
Den Mitgeschöpfen allen
 
Ich vermeinte sie zu hören
In benachbarten Ställen
Das Scharren- Rupfen- Quieken-  Schnaufen
Die Wand an der wir lehnten war warm
Das Stroh stach in die nackten Füße
 
Wo Ernte eingefahren
Dort versammelten wir uns
 
Wir
Überfallene    
Erhitzt
Verwirbelt
Gedroschen
Im Denken Empfinden
Im Sprechen darüber,
Welche  Verstörungen
In  und um  uns
Die Verluste
Ob darin ein Sinn , ein Zeichen
Ein Denkzettel   ( Nach-denk-zettel )
 
Wir sprachen ins 0ffene
Das Erlebte
Die Fragen
Erkenntnisse schon jetzt ;
Wir ahnten
Wie das aussehen könnte
Glückendes Leben
Miteinander
                         
Es war der Tag vor dem Pfingstfest , versammelt wie damals, (nicht in einem Obergemach )   in einer  Scheune .
Wie sollte / könnte das weitergehen .    
Die ganze Schöpfung seufzt in Geburtswehen.
 
                                                                               Komm ! Maranatha !

                                                                                                                                 (Karin Heinrichs Mai 20 )