Beim Lesen des Buches Deuteronomium fällt mir auf, dass Gott offenbar will, dass wir die Dinge nicht vermischen. Deutlich getrennt werden sollen Sabbat und Werktag, Opfermahl und profane Schlachtung, die verschiedenen Nahrungsmittel und die äußere Erscheinung von Mann und Frau. Man soll nicht verschiedene Tierarten kreuzen, nicht verschiedene Pflanzen zusammen anbauen und kein Mischgewebe tragen. Uns begegnet eine fremde Kultur, die uns zwingt wahrzunehmen, wie sehr wir in unserer Kultur alles miteinander vermischen und wie selten wir noch „Unvermischtem“ begegnen. Wir wollen alles verbessern - „optimieren“ - und mischen so lange, bis wir nur noch einen Einheitsbrei haben.
 
Ich will nun sicher nicht dafür plädieren, auf moderne Stoffe und Pizza zu verzichten, aber ich glaube, es bringt uns weiter - als Menschen und als Glaubende - immer wieder und immer öfter die Dinge einmal so zu lassen, wie sie sind. Das fängt mit ganz kleinen Veränderungen an, z.B. damit eine Tomate zu essen ohne sofort Salz darüber zu streuen.