Im Deutschen haben wir den Begriff „Heidenangst“. Damit ist nicht die Angst vor den Heiden  gemeint, noch nicht einmal primär die Angst, die die Heiden haben, weil es in ihrem Leben keine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod gibt, sondern vor allem die Angst, die wir Christen haben, weil wir im Innersten gar nicht wirklich Christen sind. Im Moment haben wir eine „Heidenangst“ vor dem Covid19-Virus.
Der Prophet Jesaja sagt, dass es für den Menschen nur eine Furcht geben sollte, die Furcht vor Gott, die alle anderen Ängste relativiert. Er sagt seinen Zeitgenossen und auch uns: „Nennt nicht alles Verschwörung, was diese Leute Verschwörung nennen. Was sie fürchten, sollt ihr nicht fürchten; wovor sie erschrecken, davor sollt ihr nicht erschrecken. Den Herrn der Heere sollt ihr heilig halten; vor ihm sollt ihr euch fürchten, vor ihm sollt ihr erschrecken“ (Jes 8,12f). Gottesfurcht ist das Wissen um die Macht und Herrlichkeit Gottes, sie ist anbetende Liebe und das Vertrauen, dass Gott mit allem, was geschieht, mag es auch noch so angsteinflößend sein, letzten Endes unser Glück will (vgl. 1Tim 4,3). Das gilt auch in Coronazeiten!