Manchmal frage ich mich, ob ich eigentlich eher optimistisch oder eher pessimistisch in die Welt schaue. Wenn ich die Frage zu beantworten versuche, entdecke ich drei Ebenen: kurzfristig, mittelfristig, langfristig.
Kurzfristig, d.h. in Bezug auf heute und morgen bin ich optimistisch. Ich stehe meistens gut gelaunt auf, freue mich auf den Tag und denke, es wird schon alles gut gehen. Und ich erlebe viel Gutes und Schönes.
Langfristig, d.h. von den Verheißungen Jesu her gedacht, halte ich mich an den Spruch einer Mitschwester: „Ende gut, alles gut. Und wenn noch nicht alles gut ist, dann ist es eben noch nicht das Ende.“ Ich glaube an eine Zukunft in der Freude Gottes.
Das Problem ist die mittelfristige Perspektive. Da bin ich leider sehr pessimistisch, sowohl was unsere Gesellschaft als auch was unsere Kirche angeht. Und leider sehe ich im Moment wenig, was mich von dieser negativen Einschätzung abbringen würde.