Zur Zeit ist alles voll erblüht und unser Garten hat seine schönste Zeit. In diesem Jahr gibt es ausgesprochen viele verschiedene Vögel, vielleicht achte ich auch nur mehr darauf als früher. Erstmalig nistet ein Turmfalkenpaar an unserem Kirchendach. Durch die Pandemie, die das Leben am Ort konzentriert, nehme ich die Natur viel mehr wahr und freue mich an ihrer Schönheit und Sinnhaftigkeit.
Dazu gehört allerdings auch die Wahrnehmung, wie sehr ein Lebewesen vom anderen lebt: Die Turmfalken werden, wenn sie Bruterfolg haben, andere Jungvögel jagen... In unserem Teich sind Fische, die wir mit List und Tücke vor den Reihern zu retten versuchen. Womit wir allerdings nicht gerechnet hatten: Eine Dose mit Fischfutter, die an diesem Teich stehenblieb, lag am nächsten Morgen einige Meter entfernt, ihr Boden war aufgehackt und der Inhalt zum großen Teil verschwunden... Raben sind sehr intelligente Tiere und haben auch Hunger... Und wir Menschen leben sowieso von anderen Lebewesen. Das ist nichts Schlimmes und im Schöpfungsplan vorgesehen, aber man muss ja dazu sagen, auch dazu, dass man selbst „verbraucht“ wird.