Es war schön, wieder mit vielen Gästen Ostern feiern zu können. Ich bin zwar überzeugt, dass die Liturgie der Kirche immer in der größtmöglichen Öffentlichkeit, nämlich im Angesicht der Engel, stattfindet, und kann deshalb die Empörung über „Privatmessen“ von Priestern in der Coronazeit nicht ganz nachvollziehen (es gibt keine „privaten“ Messen!), aber das ist nur die eine Seite, die andere ist, dass zur Erfahrung von Kirche offene Türen und zum Osterjubel eine Menge von Gläubigen gehören.
Á propos öffentlich... Bei der Gründung unseres Klosters wurde vom Landrat als Bedingung gestellt, dass unsere Kirche von außen für Besucher zugänglich ist, dass der Gottesdienst also Öffentlichkeitscharakter haben sollte. Der Gedanke dahinter war vermutlich, dass damit ein Kirchort für die Bauern der Umgebung entstehen würde. Letzteres hat zwar nie geklappt, zu fremd ist unsere Liturgie für viele, aber die Öffentlichkeit des Gottesdienstes ist dennoch wichtig, wir sind keine geschlossene Gruppe, sondern Kirche Jesu Christi, daher sind immer alle eingeladen.