Wir haben zur Zeit als ungebetenen Gast Covid19 im Haus. Elf Schwestern, genau die Hälfte der Gemeinschaft sind infiziert und in Quarantäne. Es wird dank der Impfungen niemand daran sterben, aber wir erleben doch, dass es sich um eine schwere Krankheit handelt, die mit großer Erschöpfung einhergeht. Es gibt aber auch positive Erfahrungen, vor allem die Erfahrung, wie schnell man neue Lösungen findet, wenn die Situation es fordert. Unsere jüngste Schwester brachte es auf den Punkt: „Wir haben in der Theorie viel über notwendige Veränderungen in der Liturgie gesprochen, waren uns manchmal uneinig und haben uns heftig auseinandergesetzt, jetzt wo unsere Kantorei und andere starke Sängerinnen ausfallen, sind wir auf einmal schnell sehr kreativ und erleben, dass wir Kräfte haben, von denen wir gar nichts wußten“. Vielleicht gilt das auch für vieles, was noch auf unsere gesamte Gesellschaft zukommen wird.