Heute ist Sankt Martin, ein Fest, das im Rheinland groß gefeiert wird. Ich frage mich, was Kinder mit diesem Fest verbinden? Die Süßigkeiten, die sie bekommen? Den Fackelzug? Die Botschaft, das man teilen soll? Alles nicht schlecht, aber haben solche Bräuche noch etwas mit unserem Glauben zu tun? Führen sie zu ihm?
Sehr berührt hat mich ein Eintrag in unserem Fürbittbuch: In krakeliger Kleinkinderschrift steht da: „Ich danke dafür, dass Gott die Welt geschaffen hat“. Philosophisch könnte man vom Staunen darüber sprechen, dass etwas ist und nicht vielmehr nichts. Dieses Kind hat begriffen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es etwas gibt, sondern ein Grund zu danken. Damit hat es schon das Wesentliche der Botschaft Christi verstanden. Es geht nicht um Weisungen wie „tu dies, tu das“ oder auch: lass dies, lass das“, sondern darum, sein Leben zur Eucharistie zu machen.