Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen. Sie finden hier Informationen über unsere Gemeinschaft, über unseren Gottesdienst und über die Art und Weise, wie wir unseren Glauben leben.
Wir laden Sie ein, bei uns Gast zu sein und an unserem Gottesdienst und an unseren Veranstaltungen teilzunehmen.

Aktuelles

Tagebuch (57)
„Niemals von Gott aus dem Gedächtnis sprechen, niemals von ihm wie von einem Abwesenden reden“ (M.Blondel) - Wie viel wäre gewonnen, wenn mir das immer gelänge!
 
Tagebuch (56)
Schönheit erweckt den Wunsch, sie für immer zu besitzen. Dieser Wunsch ist ein Zeichen dafür, dass die Welt Sakrament und Gabe ist. Aber es läßt sich nichts festhalten. Dazu Ja sagen, dankbar für das Geschenkte, aber frei es loszulassen, wenn der Geber etwas Neues schenken will. Denn: „Ein Glück ist uns verheißen, dass unsere Sehnsucht übersteigt, eine Gabe, die mehr ist als unser Hoffen“ (Gregor von Nyssa).
 
Tagebuch (55)
Ich kann vor Glaubenden von Gott reden, ich kann vor Atheisten von ihm reden, aber getaufte Gleichgültigkeit lässt mich stottern, unsicher werden, schließlich verstummen. Hinterher werfe ich mir meine Feigheit vor doch ich höre bei jedem Wort, das ich sage, die Langeweile meines Gegenübers: „Kennen wir alles seit Kindertagen...“, und dieses Alles-immer-schon-Wissen führt dazu, dass mir der Glaube blass erscheint. Nicht weil ich selbst nicht mehr glaube, sondern weil ich keinen Weg sehe, diese Herzen zu erreichen.
Vor einiger Zeit sprach ich mit einer Gruppe junger Frauen, die sehr weit weg vom Christentum waren. Ich versuchte zu provozieren: „In ihren Augen muss ich ja wohl in einer totaler Illusion leben.“ - „Nein, so sehen wir es nicht, wenn der Glaube ihnen gut tut, leben sie ihn ruhig.“ - „Ich glaube aber nicht, weil es mir gut tut, sondern weil ich überzeugt bin, dass der Glaube wahr ist.“ - „Wahrheit bedeutet uns nichts, wir wollen unsere Freiheit und ein schönes Leben.“ - „Aber wenn ihr am Ende eures Lebens erkennen müsstet, dass ihr euer Leben vertan habe, weil ihr die eigentliche Realität gar nicht wahrgenommen habt?“ - „Das ist uns egal, wenn das Leben angenehm war und uns Spaß gemacht hat, war es in Ordnung.“
 
Tagebuch (54)
Die vielen Möglichkeiten, die wir haben, setzen uns unter Druck und erzeugen Stress. Wir müssen ständig zwischen vielen Optionen wählen und das bedeutet, immer mehr zu verwerfen als anzunehmen - schon allein aus Zeitgründen. Es gibt Menschen, die das nicht können und ständig zwischen allem, was ihnen möglich ist, hin und her zappen. Aber auch wer wählt, weiß, dass er zugleich verwirft, und zwar nicht nur Wertloses, sondern auch Lohnendes und Wichtiges.
Im Moment höre ich oft, dass Corona von dem Vielerlei befreit, dass es - wenn die Sorgen nicht zu groß sind - auch erleichternd ist, bei reduzierten Wahlmöglichkeiten einfach das eigene Zuhause zu genießen.
 
Tagebuch (53)
Wat kütt, dat kütt! Kaum etwas langweilt mich so sehr, wie die breit analysierte, gewichtig vorgetragene Innenschau von Menschen, die genau wissen: „Wie es ihnen geht“, „was sie brauchen“, „wie sie sich fühlen“.
Wat kütt, dat kütt! Wir wissen nicht, was der nächste Tag bringen wird, sicher aber wird er wenig Rücksicht darauf nehmen, ob uns das, was kommt, angenehm ist. Die Welt ist Geschenk und Aufgabe, nehmen wir sie an!
Für Mariendonk heißt das in dieser Woche konkret, dass wir ausloten, was an Gästearbeit wieder möglich ist. Das ist mit viel Arbeit verbunden: Hygienekonzepte, eventuell Anfragen an das Ordnungsamt, Umorganisieren von Arbeit. Und immer gilt: Wat kütt, dat kütt! Steigende Infektionszahlen werden alles zunichte machen. Aber auch wenn sie weiter sinken: Den normalen Betrieb wird es nicht geben, eher Veranstaltungen im Garten oder in der Scheune.