Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen. Sie finden hier Informationen über unsere Gemeinschaft, über unseren Gottesdienst und über die Art und Weise, wie wir unseren Glauben leben.

Sie sind herzlich willkommen, an unseren Gottesdiensten teilzunehmen oder für einen Gastaufenthalt zu uns zu kommen. In unserem Gästebereich nehmen wir die aktuellen Coronavorschriften sehr ernst. Wenn Sie kommen möchten, sprechen Sie uns bitte an. Wir freuen uns auf Sie!
 

Aktuelles

5. Juni Fest des heiligen Bonifatius
Der heilige Bonifatius gilt als der "Apostel Deutschlands". Er hat im 8. Jh. von England aus unser Land missioniert und wesentlich dazu beigetragen, dass es christlich wurde. Bonifatius starb als Märtyrer. Im Tagesevangelium finden sich sehr ernste Worte, die für Christen aller Zeiten gelten: "Wenn die Welt euch haßt, dann wißt, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt" (Joh 15,18f). Aber wir hören auch: "Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, daß ihr euch aufmacht und Frucht bringt und daß eure Frucht bleibt" (Joh 15,16). Darin liegt ein Trost und eine große Hoffnung für unsere zerrissene, zerstrittene Kirche in Deutschland: Die Frucht des Wirkens des heiligen Bonifatius wird bleiben! Der christliche Glaube wird auch in unserem Land nicht untergehen!
 
Fronleichnam
Eucharistie besteht nicht darin, dass wir mehr oder weniger staunend zusehen, wie Christus eine wunderbare Verwandlung vollbringt, sondern dass wir unsere eigene Wandlung zulassen. In der Eucharistie bringt sich die Kirche Gott dar und bittet darum, wirklich in den Leib Christi verwandelt zu werden.
Während wir die irdische Nahrung in unseren Körper verwandeln, verwandelt die Eucharistie uns in den Leib Christi. Und dieser Leib gibt sich hin für die vielen, für das Heil der ganzen Welt. Das bedeutet für unser christliches Selbstverständnis, dass wir, wenn wir Eucharistie feiern, Himmel und Erde, Gott und Mensch verbinden und damit einen Dienst leisten, den die Welt dringend braucht Eucharistie ist nicht etwas, was die aktuell Feiernden schön finden oder für ihr seelisches Wohlbefinden zu benötigen meinen, sondern der größte Dienst, den wir Christen unseren Mitmenschen leisten können, wichtiger als alles andere. Wenn all unsere kirchlichen Einrichtungen und Veranstaltungen wegfielen und nur noch drei Gläubige übrigblieben, die am Sonntag die Messe feierten, gäbe es in Deutschland Kirche.
 
Dreifaltigkeit
„Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,16), nicht weil er uns Menschen liebt, sondern in sich selbst und völlig unabhängig von der Existenz des Menschen. Die innergöttliche Liebe ist nicht nur die Liebe zwischen zweien (Vater und Sohn), sondern eine Liebe, zu der als dritter der Hl. Geist hinzukommt.
Wie man das verstehen kann, darüber hat der in Paris lebende Benediktiner Richard von St. Viktor (+1173) nachgedacht. Er erklärt, dass es wirkliche Liebe dort nicht gibt, wo nur zwei sind,. Das überrascht uns vielleicht zunächst. Doch Richard begründet seine Ansicht, indem er ausführt, dass Liebe ihrem Wesen nach nicht darin besteht, sich gegenseitig fasziniert in die Augen zu schauen (so schön und wichtig auch das ist), sondern darin gemeinsam einen Dritten zu lieben. Wirklich vollkommen ist Liebe erst dann, wenn die Liebenden nicht nur einander lieben, sondern gemeinsam lieben, erst dann sind sie eins auch in ihrer Liebe. Das aber ist nur möglich, wenn es einen dritten gibt, den beide lieben.
Mit seinen Ausführungen will Richard verständlicher machen, warum die christliche Überlieferung von einem Gott in drei Personen spricht und warum die für uns oft so schwer zu begreifende Dreifaltigkeit für unser Gottesbild wichtig ist. Nur wenn wir an einen dreifaltigen Gott glauben, können wir im eigentlichen Sinn auch an einen ganz und gar liebenden Gott glauben, denn nur ein dreifaltiger Gott muß sich nicht nach außen verschenken, um lieben zu können, er muss nicht eine Welt schaffen, um ein Objekt für seine Liebe zu haben, sondern er ist in sich ganz und gar Liebe.
 
Gottesdienste und Gästebereich
Unsere Kirche ist geöffnet, auch zu den Gottesdiensten. Herzlich willkommen!
Wir nehmen auch wieder Gäste auf, allerdings nur in geringer Zahl aufgrund der aktuellen Coronavorschriften. Wenn Sie kommen möchten, sprechen Sie uns bitte an.
 
Pfingsten
An Pfingsten feiern wir die Schöpfung, denn Gott, der Vater hat alles, was ist, durch seinen Sohn im Heiligen Geist geschaffen. Oder wie es  Irenäus von Lyon (3. Jh.) mit einem schönen Bild ausdrückt: Der Vater schafft die Welt mit seinen beiden Händen, dem Sohn und dem Geist. Diese beiden Hände Gottes führen, bewahren und vollenden die Schöpfung. Der Geist ist es, der das sinnvolle Aufeinander-bezogen-Sein der Dinge garantiert, er ist es, der die Dinge erkennbar macht und den Menschen befähigt, diese Erkenntnis zu vollziehen. Während das Wort Gottes, der Sohn, den Dingen die Existenz verleiht, schenkt ihnen der Heilige Geist Schönheit und Ordnung.
Zum 6. Fastensonntag
Der Auferstandene sagt nicht mehr: „Fürchtet euch nicht!“, sondern: „Der Friede sein mit euch!“ Er schenkt uns Frieden, aber es ist ein anderer Friede als die Welt ihn gibt, es ist „sein“ Friede: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch“ (Joh 14,27).
Worin liegt der Unterschied? Es ist wohl zu einfach gedacht, wenn wir seinen Frieden als einen geistigen inneren Frieden im Gegensatz zu einem äußeren Frieden sehen. Auch die Welt sucht inneren Frieden und erlangt ihn mit spirituellen oder psychologischen Methoden durchaus auch immer wieder einmal. Jesus dagegen verspricht gar nicht das Aufhören jedes äußeren und inneren Kampfes. nicht umsonst trägt er Namen „Josua“ („Jesus“ ist die griechische Form dieses Namens), d.h. denselben Namen wie der Anführer des Volkes Israel bei der Eroberung des heiligen Landes. Er verspricht uns auch nicht ungestörte innere Ruhe, wohl aber das Aufhören von Unruhe und Verzagtheit.
Worin besteht der Friede, den Jesus gibt? Er besteht darin, dass wir für Zeit und Ewigkeit wissen, wohin wir gehören, nämlich zum Weinstock, der er selber ist. Wir sind die Reben an diesem Weinstock (vgl. Joh 15,5) oder, wie er uns wenig später ohne Bild sagt: Wir sind seine Freunde, die nicht mehr auf der Suche nach Halt in der Welt umherirren müssen, sondern durch ihn wissen, wer der Vater ist und was er will (vgl. Joh 15,15). Und: Wir müssen nicht mehr fürchten, dass unser Leben fruchtlos ist und letztlich im Nichts versandet, sondern er hat uns Fruchtbarkeit zugesagt (vgl. Joh 15,16). Vertrauen wir dieser Verheißung.