Aktuelles

 Missbrauch

Das Furchtbare am Missbrauch durch Priester ist zunächst und vor allem das Leid der Opfer. Aber das gilt für jedes Verbrechen, hier kommt noch etwas anderes dazu, was unsere Kirche im Moment sehr belastet und fast zerstört, nämlich der Generalverdacht, dem alle Priester ausgesetzt sind, egal wie vorbildlich sie leben, und das allgemeine Misstrauen der Gläubigen den Priestern gegenüber. Das erste ist schwer für jeden der Priester und vielleicht noch schwerer für jeden, der Priester werden will. Wer würde eine Aufgabe erwählen, die ihn von vornherein dem Verdacht der aussetzt, Kinder zu missbrauchen?
Für die Gläubigen besteht der Schaden in einem grundsätzlichen Misstrauen dem Priester gegenüber, einem Misstrauen, das sich vor allem in der Verweigerung des Bußsakraments äußert.
Hinzu kommt, dass die ganze Angelegenheit für die Medien ein gefundenes Fressen ist, weil es zu beweisen scheint, dass zölibatäres Leben nicht lebbar ist und nur zu Perversionen führen kann. Zeigt nicht der vielfache Missbrauch durch Priester, dass nur ein Lebensstil mit möglichst viel sexueller Erfüllung gesund und erstrebenswert ist?
Wir Schwestern können und wollen das Schlimme in unserer Kirche nicht leugnen und wissen leider auch, wie viele Priester nicht wirklich zölibatär leben, sei es dass sie eine Freundin haben, sei es dass sie ein homosexuelles Verhältnis unterhalten. Unsere Klöster sind davon nicht ausgenommen. Aber wir bleiben bei unserer Überzeugung, dass das Fehlformen sind und dass ein Leben, in dem die Liebe zu Jesus Christus wirklich im Mittelpunkt steht, möglich und erfüllend ist.
Nur wenn unsere Kirche aufhört, immer nur die Strukturen zu verbessern, und statt dessen wieder anfängt über Heiligkeit, Tugend und Gottesliebe zu sprechen, wird sich etwas ändern. Aber davon sind wir leider noch ganz weit entfernt.

Impuls zur Weihnachtszeit

„Da trat der Engel des Herrn zu den Hirten, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr“ (Lk 2,9-11).
Furcht ist das Grundgefühl dieser Welt und dieses Grundgefühl hat recht, denn unsere Welt ist zerbrechlich, unsicher und von vielerlei Seiten bedroht. Wir alle fürchten uns, auch wenn wir dieses Gefühl im Alltag vor einander zu verbergen suchen. Aber es gibt auch die andere Seite, die große Freude, die uns verkündet wird: „Heute ist euch der Retter geboren, Christus, der Herr.“
Wir können uns nicht selbst retten, auch wenn die Welt voll ist von wissenschaftlichen Bemühungen, internationalen Konferenzen und persönlichen Anstrengungen etwas zu unternehmen. Wir können uns nicht selbst retten, wir alle werden sterben und diese Welt wird irgendwann, ob mit oder ohne unser Zutun, zugrunde gehen. Aber wir können gerettet werden, wir können uns retten lassen und das erwarten wir von Gott. Er hat uns in den Retter gesandt, seinen Sohn Jesus Christus der allerdings nicht wie mit einem Zauberstab unsere Welt auf einmal in ein Paradies verwandelt hat, aber uns gezeigt hat, wie wir in seiner Nachfolge zum Vater kommen können.
Nur wenn wir uns in diese Nachfolge stellen und damit das Weihnachtsfest zu etwas machen, was nicht nur vor 2000 Jahren geschah, sondern jetzt geschieht, wenn Gott in uns, in unseren Herzen, geboren wird, wenn er in uns wie in Maria Fleisch annimmt, dann ist Weihnachten mehr als ein Familienfest, mehr als gutes Essen und Lichterglanz, dann ist es wirklich Anlass zu großer Freude. Sehr deutlich bringen diesen Gedanken viele Weihnachtslieder zum Ausdruck, so zum Beispiel das schöne Lied: „Macht hoch die Tür“, in dessen fünfte Strophe es heißt: „Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.“
Möge die Tür unseres Herzens in diesen Tagen ganz weit offen sein, so dass der Herr mit seiner Gnade einziehen kann.

Sr. Adelgundis verstorben

Gestern verstarb im Alter von 90 Jahren unsre Sr. Adelgundis. Hier finden Sie die Todesanzeige:

 

 

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Drei Videos

Auf dem Internetportal katholisch.de sind drei kurze Videos über Schwestern aus unsrer Abtei veröffentlicht worden. Hier die Links:

http://www.katholisch.de/video/23275-warum-40-jahre-schweigen-gut-tun
http://www.katholisch.de/video/23413-die-webschwester
http://katholisch.de/video/23364-mit-dieser-nonne-ist-gut-kirschenpflucken

Kurzfilm über unsre Paramentenwerkstatt

Im Auftrag des Bistums Aachen wurde eine kurze Dokumentation über unsre Paramentenwerkstatt gedreht. Sie können sich den Film unter dem folgenden Link auf Youtube ansehen:

paramentik film

 

 

Firmkurs online

Unter www.firmung-wozu.de bietet Herr Franz Josef Frigger einen Firmkurs in Gestalt eines Briefwechsels zwischen Onkel und Neffe an.

Wir möchten Ihnen diesen Kurs freundlich empfehlen. Er eignet sich nicht nur für Jugendliche, Katecheten und Eltern, sondern kann für jeden Christen, der sich in die Glaubensinhalte vertiefen möchte, eine Bereicherung sein!