Viele von uns fühlen sich im Moment bedrückt: von der Pandemie, von der politischen Lage, von der Situation in unserer Kirche. Wir wissen nicht, wie alles weitergehen wird und fühlen uns ausgeliefert. Hören wir auf Jesus: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“. Dieser Satz hat zwei Teile: „Himmel und Erde werden vergehen“, sie haben keinen Bestand, das müssen wir akzeptieren, egal, ob es uns zusagt oder nicht. „Aber meine Worte werden nicht vergehen“ ist die andere Seite. Vertrauen wir auf dieses Wort, glauben wir ihm! Glauben kann man nicht ein für allemal, sondern Glaube muss immer wieder neu errungen werden. Das hat Dietrich Bonhoeffer sehr schön ausgedrückt: „Glauben empfangen wir von Gott immer nur so viel, wie wir für den gegenwärtigen Tag gerade brauchen. Der Glaube ist das tägliche Brot, das Gott uns gibt.“ Und ich möchte noch hinzufügen: Dieses Brot kann man teilen, tun wir es, gerade jetzt im Advent. Suchen wir den Glauben jeden Tag neu zu empfangen und einander mitzuteilen!