Eine Gefahr der Karwoche liegt darin, dass man meint, ein vergangenes Geschehen „nachspielen“ zu müssen. Man erinnert sich fromm an das, was Jesus vor 2000 Jahren für uns getan hat und bedauert vielleicht, nicht selbst dabei gewesen zu sein.
Aber Jesus lebt, er will uns und unser Leben an sich ziehen, nicht in einem Mysterienspiel, das mit dem Alltag nicht zu tun hat, sondern indem er diesen Alltag ganz und gar prägt. Aber glauben wir überhaupt an seine reale Präsenz in unserer Gegenwart, in unserer Kirche, in unserem Leben?
Nur wer glaubt, dass der Zimmermannssohn, Jesus von Nazareth die Himmel durchschritten hat und sich dann für immer zur Rechten Gottes gesetzt hat, um dort für uns einzutreten, ist im Vollsinn des Wortes Christ.