Gestern habe ich hin und wieder in die Beratungen in Frankfurt hineingehört und war entsetzt von der Feindseligkeit vieler Beiträge. Herr, wohin führst Du Deine Kirche?
Heute morgen in der Messe der auch nicht gerade erhebende, aber doch alles etwas relativierende Gedanke: Spielt es überhaupt eine Rolle, wie die Abstimmungsergebnisse sind? Natürlich spielt es eine Rolle, denn wie abgestimmt wird, offenbart, wie die Mehrheit denkt. Aber in anderer Hinsicht ist es völlig egal, denn der Synodale Weg hat keine Macht, irgendetwas anzuordnen oder zu verbieten. Das bedeutet: Auch wenn alle Texte an der Sperrminorität scheitern würden, würde die Mehrzahl (auch der Bischöfe) weitermachen wie bisher und versuchen ihr Veränderungsprogramm durchzusetzen. Und auf der anderen Seite: Auch wenn ein Text mit Zweidrittelmehrheit der Bischöfe angenommen wird, kann ein Bischof, dessen Gewissen es ihm verbietet, Ja zu sagen, die Beschlüsse nicht umsetzen. Egal, was also in diesen Tagen geredet wird: Es wird in Passau, Eichstädt oder Regensburg wohl auch in Zukunft keine Regenbogenfahnen geben, in unserem Bistum dagegen schon...
Ich glaube, nur Christus kann uns neu und auf Wegen, die wir im Moment nicht erahnen, in die Einheit führen. Bitten wir ihn darum!